Eine zu wenig gepflegte Freundschaft…

…schau sie an, sieh ihr zu, sag ihr Danke, unserer KUH

Wenn Du nicht gerade Veganer bist, schenkt die Kuh Dir viel auf Deinem Tisch. Milch, Butter, Joghurt, Käse, vielleicht auch Wurst und Fleisch? Ob es richtig oder falsch ist, die Produkte der Kuh zu konsumieren, darüber wollen wir hier nicht diskutieren. Den Tieren verdanken wir nämlich auch neben diversen Lebensmitteln sehr viel. Ein großer Anteil unserer schönen Berglandschaft wäre ohne die Kühe, Ochsen und Esel nicht entstanden. Sie haben die Lasten hinaufgezogen, die Wiesen und Felder beweidet und machen die Böden fruchtbar.

Hast Du mal eine Kuh angeschaut und darüber nachgedacht was sie leistet, ihr vielleicht im Stillen Danke dafür gesagt?

Jeden Sommer werden die Kühe – ungefragt und ohne Einladung – von uns auf ihren Weiden und Almen besucht. Diesen Kühen wollen wir in diesem Sommer im Hexenwasser neu begegnen.
Warum haben die Kühe eigentlich Hörner? Wie steht eine Kuh auf? Hebt sie zuerst das Hinterteil oder das Vorderteil? Das Alles wollen wir mit euch herausfinden.

Lila, wie in mancher Milka geprägten Fantasie, war die Kuh zum Glück noch nie – aber verändert
hat sie sich im Laufe der Zeit. Die Milchmenge, die ein Kälbchen täglich braucht sind 7-10 Liter. Die durchschnittliche Milchleistung einer heutigen Milchkuh sind 25 – 90! Liter. Tag für Tag, zuverlässig und beständig schenkt sie uns ihre Milch. Muttermilch für Drillinge oder sogar Zehnlinge, also als würde sie permanent 3 – 10 Kinder stillen. Ziemlich anstrengend. Und trotzdem schenken wir Ihr wenig Aufmerksamkeit. Wir „sprichwörteln“ sogar oft mit „dumme Kuh“. Aber ist die Kuh wirklich so dumm wie ihr Ruf? Woher kommt denn eigentlich dieses Sprichwort „dumme Kuh“?

Ihr werdet es erfahren und noch vieles mehr…

Kühe bestaunen, begreifen und verstehen – dürft Ihr dieses Jahr bei uns im Hexenwasser. Mit diesem scheinbar banalen und in Wahrheit nahezu unerschöpflichen Themenschwerpunkt möchten wir die uns allen (scheinbar) so vertraute Kuh in diesem Sommer auf ein wertschätzendes Podest stellen. Wie auch bei unseren festen Stationen am Berg geht es beim Thema Kuh wenig ums bloße Ansehen, sondern viel ums aufmerksame Schauen. Heuer werden wir die Möglichkeiten haben, mit all unseren Sinnen die Kuh zu besinnen. Zum Beispiel beobachten wir die Kuh beim Fressen. Sie bildet mit ihrer Zunge eine Schlinge und reißt den Grasbüschel ab. Sie hat verschiedene Fresstechniken. Und sie nimmt sich unheimlich viel Zeit zum Essen, kaut jeden Bissen bis zu 70 mal durch. Dadurch kommt man sehr schnell zur Frage: Wie essen wir eigentlich zusammen? In der Familie? Wieviel Ruhe haben wir dabei?

Wir wollen die Kuh genauer anschauen, deshalb wird z.B. eine Station gebaut, wo eine Holzkuh
so bewegt werden kann, so dass man die wichtigsten Zeichen, die einem das Tier geben will, auch versteht. Kopf- und Halsstellung zeigen uns verschiedene „Botschaften“: Bleib Stehen! Verschwinde! Komm näher! Jeder Hexenwasserbesucher bekommt einen ganz genauen und einfachen Hinweis. Was soll ich machen, wenn ich eine Weide durchwandere? Was tun, wenn mir eine Kuh im Weg steht oder mein Hund die Kuh und ihre Kälber anbellt? Uns ist es wichtig, ein neues Vertrauen zwischen Kuh und Mensch aufzubauen.

Wir haben vor Jahren mit den Bienen angefangen und ihnen eine Flugshow aufgebaut. In einem Schaukasten zeigen uns die Bienen ihre Künste. Wir beobachten sie beim Wachsen und beim Honi-gen. Und irgendwie haben die Bienen uns angestochen: Schaut doch mal auf die Wiesen, da stehen die Kühe. Die brauchen Eure Hilfe. Und diesen Sommer fangen wir an.

Die Hexenwasserhexen konnten früher der Sage nach am Kuhschwanz, an der Bewegung, erkennen, ob die Kuh gesund ist und an der Stellung der Kühe ablesen, wie das Wetter wird.
Vielleicht habt Ihr ja auch Talent dazu…findet es diesen Sommer im Hexenwasser raus.
Es wird „kuh-ler“ denn je.

Filmtipp: https://www.dassystemmilch.de/